Meetas Neukreation: Bratwurst-Flammkuchen

erstellt von Meeta K. Wolff am 2. Oktober 2014 | 11:12

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Für meine eigene Kreation wollte ich einen anderen als den traditionellen Weg des Servierens und Essens der Bratwurst gehen. Abweichend von der grundlegenden Idee von Brot und Kraut und Einarbeitung der Gewürze (von den Kräutern und Gewürzen, die in der Bartwurst vorkommen), erstelle ich ein schmackhaftes Gericht, das genauso zu einer Festtafel wie zu einer Runde mit Freunden passt. Ein aus Vollkornmehl bestehender Flammkuchen ist die Grundlage für meine Idee der Thüringer Bratwurst.

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Rotkraut, langsam karamellisiert, um die leichten Aromen weiterzugeben, werden Thymian, Wachholderbeeren, Kuminsamen und Zimt zugegeben, was dem Kraut eine wärmende aromatische Essenz verleiht. Piment d’Espelette bringt eine leichte Schärfe als Ausgleich zwischen der Süße der Birne und dem karamellisierten Kraut. Die Zesten (hauchdünne Streifen der Orangenschale) und der Saft einer Orange runden die Aromen perfekt ab. Die Wildschweinbratwurst wird gepellt und das Wurstbrät wird mit Thymian und Knoblauch sautiert, dann über das Kraut und den Flammkuchenboden verteilt. Abschließend wird der Flammkuchen im Ofen auf dem heißen Pizzastein gebacken, bis der Boden knusprig ist.

 

Das Rezept:

Boden für Vollkornflammkuchen

  • 300g Vollkornmehl
  • 50ml Olivenöl
  • Prise Salz
  • ¼ Teelöffel Trockenhefe
  • 200ml Wasser

Alle Zutaten in einen Standmixer mit Teigrührhaken geben. 8 – 10 Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig und knetbar ist. Schüssel zudecken und 30 Minuten ruhen lassen. Während der Teig ruht, das Kraut zubereiten. Einen Pizzastein (alternativ auch ein Backblech) im Ofen auf 220 °C vorheizen.

Nach der Ruhezeit den Teig in 4 Stücke teilen, jedes Stück zu einer glatten Kugel formen. Mit dem Nudelholz 4 kleine ovale Böden ausrollen. Mit einem feuchten Tuch abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen.

Karamellisiertes Kraut mit Birne:

  • ½ Rotkraut – fein zerkleinert
  • 100g Butter
  • 50g brauner Zucker
  • 2 Orangen – Zesten von einer, den Saft von beiden
  • 2 Birnen in Würfeln
  • 3-4 Wachholderbeeren
  • ½ Teelöffel Kuminsamen
  • ½ Zimtstange
  • 3-4 Zweige Thymian
  • Prise Piment d’Espelette (alternativ Cayennepfeffer)

In einer großen beschichteten Pfanne die Butter vorsichtig zergehen lassen, dann den Zucker einstreuen und schmelzen lassen. Kraut zugeben und mehrmals umrühren, um alles mit der Butter-/Zuckersauce zu bedecken. Auf schwacher Hitze das Kraut 8 – 10 Minuten karamellisieren lassen. Die Gewürze und Kräuter zugeben und weitere 3 – 5 Minuten kochen, dann den Orangensaft und die Zesten zugeben, gut umrühren und simmern lassen, bis die Aromen durchgezogen sind. Schließlich die Birnenwürfel zugeben und durchwärmen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

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Wildbratwurst:

  • 1-2 Esslöffel Olivenöl (hängt davon ab, wie fettig die Bratwürste sind)
  • 2-3 Bratwürste (vorzugsweise Wildbratwurst, aber eine herkömmliche Bratwurst von guter Qualität tut es auch)
  • 1 Knoblauchzehe (in dünnen Scheiben)
  • 3-4 Zweige Thymian

Öl in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen. Knoblauch und Thymian zugeben und Öl bei mittlerer Hitze 1 – 2 Minuten erwärmen. Das Wurstfleisch sautieren, bis es gerade goldfarben ist – das Fleisch kocht im Ofen weiter, daher darauf achten, dass es in der Pfanne nicht zu stark gekocht wird.

Herstellung des Flammkuchens

Die Krautmischung über die 4 Flammkuchen geben und das Bratwurstfleisch über jeden Flammkuchen verteilen. Jeweils 2 Flammkuchen auf einmal auf dem Pizzastein 10 – 12 Minuten lang backen, bis der Boden knusprig ist und eine goldene Färbung aufweist.

Perfekt wäre der Flammkuchen mit einem Rotwein mit fruchtig-beeriger Note, wie ein Malbec oder ein gekühlter Weißwein, wie ein Riesling mit zitrusartigem Aroma.

 

Lasst es euch schmecken!

Eure Meeta

 

Text und Bilder: Meeta K. Wolff | meetakwolff.com