Tour de Genuss – Eine Radeltour entlang der Werra

erstellt von Thüringen entdecken am 10. Juni 2015 | 12:52

Kategorie: Rezepte | Stichwörter: , , ,

In Kürze startet wieder die Tour de France, das Radsportereignis überhaupt. Viele tausend Fans fiebern dem schweißtreibenden Kampf um Sekunden schon ungeduldig entgegen. Doch uns ist nicht nach Wettkampf, sondern eher nach Genuss!

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Nach unserem sehr sportlichen Radel-Ausflug auf dem Gera-Radweg mit dem Thüringer Radrennprofi Marcel Kittel lassen wir es heute ruhig angehen. Das einzige, was wir brauchen: tolle Ausblicke, eine flache Strecke und für dazwischen natürlich leckerer Thüringer Gaumenschmaus!

Mit einem Genuss-Profi auf Tour

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Kein Problem, meinte Mario Hirt zu uns. Der Radreise-Profi aus Eisenach kennt praktisch alle Radrouten in Thüringen und nennt sich nicht umsonst „Travel Butler„. Ausgezeichnet wurde Mario auch schon mehrmals als DER Tourenspezialist.

Mario zögert nicht lang und schlägt uns sofort seine persönlich liebste „Genussradtour“ vor. Sie führt von Eisenach über Mihla nach Treffurt, wunderbar entlang der Werra. Ganz nach unserem Geschmack! Bei schönstem Sonnenschein schwingen wir uns auf’s Rad. Los geht unsere Genusstour am Fuße der Wartburg in Eisenach.

Wer schon am Abend vorher dort ist, sollte die ausgezeichnete Gourmetküche in der Turmschänke genießen. Hier kreiert Ulrich Rösch so verlockende Leckereien wie „Geschmorte Haxe vom Hainichlamm unter der Schafskäsekruste“ und „Limettentarte mit Holunderblüteneis“ oder jetzt zur Spargelzeit feinste Spargelgerichte.

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So gegen 10 Uhr ist eine gute Zeit in die Pedalen zu treten. Damit wir keinen Anstieg meistern müssen, fahren wir den Herkules-Wartburg-Radweg Richtung Westen. Dann geht‘s nach Hörschel, wo der berühmte Rennsteig-Wanderweg beginnt und die Hörsel in die Werra mündet.

Eine Flussfahrt für Genießer

Für Familien empfiehlt sich ein Tourenstopp an dem tollen Spielplatz. Wir genießen derweil das Plätschern des Flusses, der uns weiter zum Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn leitet. Hier durften wir uns ja auch schon kulinarisch verwöhnen lassen! Hier nachzulesen.

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Mario schwärmt (genau so, wie wir) vor allem vom Käse aus der Creuzburger Manufaktur, den es in dem Hofladen auf dem Stiftsgut gibt. Zusammen mit frischem Brot und Säften ist alles schnell für ein kleines Gourmet-Picknick beisammen. Das können wir ein paar Kilometer weiter am Werraufer in Creuzburg genießen.

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Direkt am Radweg gibt es einen wunderbaren Rastplatz. Eile ist nicht nötig, die Genussradtour schafft jeder von euch. Auch verkehrstechnisch sind keine Hürden zu meistern: Mario garantiert, dass wir anders als die Tour-de-France-Fahrer wirklich nur auf befestigten, idyllischen Waldwegen und reinen Radwegen unser Ziel ansteuern.

Die Natur entlang der Route ist der pure Augenschmaus, Mario nennt sie das Filetstück an der Werra. Steile Muschelkalkfelsen und Laubwald ergeben eine wildromantische Szenerie.

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In Creuzburg verzweigt sich der Herkules-Wartburg-Radwanderweg, wir radeln weiter rechts der Werra. Hier ist unser Weg identisch mit dem Werratalradweg. Das malerische Fachwerkdorf Mihla ist unser Mittagsziel, gut die halbe Strecke liegt bereits hinter uns. Wir radeln über die Werrabrücke und Mario deutet nach rechts zum Paddlertreff.
Auf der Terrasse am Fluss können wir Radler bestens ein Radler genießen und nebenbei Paddler und Schlauchbootfahrer beobachten. Wer mag, bekommt hier auch deftige Suppen, Salate und mehr.

Planschen und Schmausen in Frankenroda

Etwa sieben Kilometer weiter erwartet uns ein echtes Highlight, die Probstei Zella in Frankenroda. Der Landgasthof bietet einen Naturschwimmteich sowie süße Meerschweinchen und Kaninchen im Streichelzoo. Im Bogenschießen und Reiten können wir uns ebenfalls versuchen. Und auf der Terrasse wird leckerer Thüringer Kuchen serviert. Möglichkeiten zur Einkehr sind also entlang der genussvollen Tour reichlich vorhanden!

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In weitem Linksbogen folgen wir Mario weiter entlang der Werra zu unserem Tagesziel: Die Fachwerkstatt Treffurt. Besonders beeindruckt uns dort das Renaissance-Rathaus, das vielleicht schönste Thüringens. Oberhalb des Ortes thront die Burg Normannstein aus dem 13. Jahrhundert.

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Weil wir (bis jetzt) noch keine Anstiege fahren mussten, erklimmen wir zum krönenden Abschluss die Burg. Das Gemäuer will erkundet werden. Und den Blick – Mario hat nicht zu viel versprochen – ins herrliche Werratal dürfen wir natürlich nicht verpassen. Der lässt sich auch bei einem erfrischenden Getränk und deftigen Leckereien genießen. Denn das Burgrestaurant serviert auch im Burghof und auf der schicken Loungewiese.

Rund 40 Kilometer haben wir nun hinter uns, immerhin mehr als ein Prozent der Tour-de-France-Distanz. Das ist doch auch schon mal ganz sportlich. 🙂 Und ganz sicher haben wir uns auf Mario Hirts „Tour de Genuss“ mindestens hundert Mal mehr entspannt.

Die ganze Tour könnt ihr euch hier im Radroutenplander genauer ansehen. Vielleicht mögt ihr sie ja auch mal auskosten, pardon, mal ausprobieren!

 

Liebe Grüße von der Werra,

Euer Thüringen-entdecken Team

 

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