Marmeladen-Liebe aus Eisenberg

erstellt von Thüringen entdecken am 17. Oktober 2014 | 10:15

Kategorie: Rezepte | Stichwörter: , ,

Wir waren für euch auf kulinarischer Suche nach der perfekten Marmelade. Gefunden haben wir sie in Eisenberg bei Nicole Kruse. Sie führt eine kleine Marmeladenmanufaktur. Mit viel Erfolg. Lest unsere Geschichte über ihre Marmeladen-Liebe!

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Wer es süß mag, der ist hier genau richtig. Wobei es manchmal auch sauer sein kann oder eben würzig. Überraschend und lecker schmeckt es jedoch immer! 🙂 Willkommen in der Welt von Nicole Kruse, die seit einigen Jahren mit ihren Marmeladen viele Fans verwöhnt. Nach dem Motto „Klein, aber fein“ fertigt die Hauswirtschafterin mit Meistertitel in ihrer Manufaktur bis zu 10.000 Gläser Marmelade und Gelee im Jahr. 40 bis 50 Sorten sind Teil ihres Angebotes, und kaum ein Tag vergeht, an dem es nicht neue Ideen gibt, die Nicole Kruse ausprobiert.

Absolut sympathisch, mit weiß-rot karierter Schürze ausgestattet, empfängt uns die Meisterin in Ihrer Kreativschmiede. Und schon geht’s los! Mit viel Erfahrung schnippelt sie das Obst klein, in diesem Fall sind es saftig gelbe Edel-Pflaumen, von denen wir auch ein paar naschen dürfen. Hhhm, lecker!

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Die Pfläumchen wandern in einen Kochtopf, werden vorsichtig aufgekocht, püriert, mit Gelierzucker versehen, dann noch einmal püriert. Eine Reihenfolge, die Nicole natürlich immer strikt einhält, egal ob Erdbeeren, Blutorangen oder Johannisbeeren in ihrer Küche landen. Hier und da kommen kleine geheime Tricks und Kniffe dazu. Die hier an dieser Stelle natürlich nicht verraten werden dürfen. 😉

Marmeladenmacherin wurde sie aus Leidenschaft und aus Liebe für’s Selbstgemachte. Damals, erzählte uns Nicole Kruse, waren Freunde die ersten Tester. Ihr Urteil war meist positiv, und so ging es immer weiter mit dem Ausprobieren und Rumexperimentieren. „Ich liebe es, verschiedene Sorten miteinander zu kombinieren. Orangen und Bananen habe ich mal getestet. Es schmeckt ziemlich ungewöhnlich, doch erst mit einem Schuss Cointreau und etwas Ingwer war die Mischung für mich perfekt!“ Nicht immer kommt jede neue Mischung an. Es gibt auch Sorten, bei denen Nicole Kruse ein wenig mit der Nase rümpft. Heidelbeer-Lavendel war so eine Mischung. Diese Kombi schmecke wohl wie Seife…aber viele Kunden der Marmeladenmanufaktur lieben diesen ungewöhnlichen Mix. Die „Marmeladen-Seife“ findet ihr auch noch heute in Nicoles Sortiment. 🙂

„Blutorange mit Pink Grapefruit“, „Pflaume-Lebkuchen“ oder „Rotwein-Gelee mit Blattgold“ heißen weitere raffinierte Marmeladen: allen gemein sind neben dem rot-weißen Karostoff auch das rote Etikette mit dem „K“ in der Mitte. K wie Kruse, ist doch klar! Oder doch lieber „K“ wie köstlich, das dürft ihr entscheiden!

Schnell wird jetzt noch die nächste Marmelade angesetzt. Diesmal dampft ein Topf mit köstlichen Erdbeeren vor sich hin.

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Abgefüllt wird die Erdbeermarmelade in kleine Bärengläser. „Erd-Bären“ und „Him-Bären“ ergänzen das Sortiment für die kleinen Schleckermäuler, bei denen auch immer das Auge mit isst. Eine süße Idee, im wahrsten Sinne des Wortes!

Es hat sich rumgesprochen, dass die Eisenberger Manufaktur ein wahrer Geheimtipp ist. Der Kundenstamm wächst und wächst. Was Nicole richtig stolz macht. Die Produkte sind nicht nur regional und sondern vor allem saisonal. So oft und so viel es geht, verwendet Nicole Obst aus der Region, so kommen z.B. die Pflaumen aus ihrem eigenen Garten.

Das Geheimnis ihres Erfolges sind Erfahrung und Experimentierfreude. Nicht jede Sorte eignet sich für Marmeladen. „Bei den Erdbeeren gibt es eine Sorte, die beinahe nur schäumt und damit nicht verwendbar ist“, erzählt uns Nicole. Ihre liebste Erdbeere heißt Senga Sengana. Das ist eine alte Sorte, die aromatisch ist und ihre Farbe lange behält. Aha, wieder haben wir was gelernt! Marmelade ist also nie gleich Marmelade. Das liegt natürlich auch daran, dass Früchte im Sommer anders schmecken als im Winter. Doch so etwas wie eine perfekte Marmelade gibt es für Nicole Kruse schon: „Das appetitliche Aussehen ist mir wichtig, die Frucht muss erkennbar sein und die Marmelade darf nie zu süß sein.“ Sagt es und greift augenzwinkernd zum Gelierzucker, um der Marmelade den letzten Schliff zu verpassen.

Wir sind begeistert und überglücklich, dank der üppigen süßen Verkostungen. Für die Zukunft wünschen wir Nicole Kruse weiterhin gutes Gelingen, immer neue aufregende Kreationen und viel Erfolg mit ihrer kleinen Marmeladenmanufaktur.

Zum Nachkochen haben wir euch natürlich auch noch ein besonderes Rezept mitgebracht. Viel Spaß beim Ausprobieren und lasst´s euch schmecken.

 

Das Rezept

  • 1,0 kg entsteinte Sauerkirschen
  • 0,5 kg Gelierzucker 2:1
  • 0,2 l  Espresso
  • Saft von 1/2 Bio Orange
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 1El Amaretto

Zubereitung:

Sauerkirschen mit Gelierzucker vermischen, ca. 4 Stunden ziehen lassen.
 Die Früchte mit Espresso und dem Vanillemark vermengen, zum Kochen bringen, pürieren und 3 min sprudelnd kochen lassen (je nach Zuckerherstellerangabe). Jetzt den Orangensaft und den Amaretto zugeben. Nicht mehr aufkochen lassen, sonst geht das Aroma verloren! In vorbereitete Gläser einfüllen, verschließen und nach dem Abkühlen etikettieren.

Wohl bekomms! 🙂

Euer Thüringen-entdecken Team!