Das Sommer-Team auf kulinarischer Mission durch Erfurt

erstellt von Thüringen entdecken am 14. Juli 2015 | 10:22

Kategorie: Rezepte | Stichwörter: , ,

Wir, KatieKat, das ehemalige Sommer-Team Thüringen durften mal wieder auf Mission gehen um für euch einen Blogbeitrag zur kulinarischen Vielfalt Erfurts zu schreiben. Diesen Auftrag nehmen wir doch gern an und überlegen schon mal, was für uns als Erfurter, die wohl einiges kennen, als Neues in Frage käme, was wir ausprobieren wollen. Da wir KatieKats immer viel um die Ohren haben und auch unsere Termine schwierig übereinander passen, werden wir unseren „Essensplan“ in mehren Tagesetappen aufessen und austrinken. Aber klar ist:

Frühstück zuerst: Im „Café Nüsslein“ am Wenigemarkt!

Es ist ein wechselhafter Tag, und Katie ist schon früh am Morgen pitschnass geworden. Umso mehr freuen wir uns über den Sonnenschein, perfekt für Frühstück auf dem Wenigemarkt im „Café Nüsslein“!

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UND: Wir haben richtig Hunger! Wir verschlingen schon mit den Augen das appetitlich angerichtete Essen der Tischnachbarn. Die Menükarte macht zusätzlich Appetit, es gibt allerhand Angebote zum Frühstück, sodass wir uns schwer entscheiden können. Deswegen und auch wegen dem großen Hunger nehmen wir jedenfalls je 2 Frühstücke. Katie das Vital-Frühstück und Kat das Berta-Frühstück. (Noch ’n Toast) und noch ein Ei, in Rühr- bzw. Spiegelform, für jeden wie es gewünscht wird.

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Wir lassen es uns schmecken, genießen nebenbei die Sonne und das Flair auf dem bel(i)ebten Wenigemarkt. Der Außenbereich des „Nüsslein“ wirkt mit seinen um die Ägidienkirche geschmiegten Sitzplätzen und den hübschen Topfpflanzen ringsum fast mediterran . Im Café selber ist es eine Mischung aus altem Kaffeehauscharme, kombiniert mit modernen Elementen und die urige Gewölbekelleratmosphäre, die es sehr einladend wirken lässt.

Nein, wir geben jetzt nicht zu, dass wir zum Schluss ganz schön stopfen müssen, vielleicht haben wir uns mit 4 Frühstücken für zwei doch etwas übernommen?! Gut gesättigt, bummeln wir noch ein Stück über den Wochenmarkt auf dem Domplatz, schwatzen mit Kats Lieblingsblumenfrau und sind vor dem nächsten Regenguss zu Hause.

Kaffeekränzchen im Café „Hilgenfeld“

Katie hat sich von ihrer Kommilitonin instruieren lassen, „wie“ wir dahin gehen müssen. Ja also den Weg kennen wir, mit Fahrrad ist schon mal gut, aber das ist ja eh unser Hauptfortbewegungsmittel. Geht ja auch ganz gut in Erfurt inzwischen. „Also mach Dir ’nen Dutt und nimm ’nen Stoffbeutel mit, fertig“ ist der Tipp, den wir nun im Ohr haben. Aha. Erzählt Katie aber erst, als wir schon drin sitzen. Zufällig hat Kat ’nen Dutt, naja geht auch mit unseren Handtaschen und unserem coolen unangestrengten Look.

Genau wie das „Hilgenfeld“ – das hat auch einen unangestrengten Look. Schöne blaue klassische Tapete an den Wänden, einfache dunkle Kaffeehausstühle, eine lange Bank an der Seite und vor allem schön klein und immer voll. Heute natürlich eher draußen, weil es ja wieder mal einen Tag Sommer ist.

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Wir warten ein wenig an der Theke bis wir dran sind mit unserer Bestellung, werfen einen Blick auf die gute Auswahl an Kaffees und schauen dem geschäftigen Treiben der Bedienung zu.  Echt sympathisch hier und erinnert nicht von ungefähr an unser Lieblingscafe, das Café „Süden“.

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Jetzt sind wir dran und bestellen 2 Latte Macchiato. Eigentlich haben wir auch noch Kuchenappetit dazu, aber leider gibt’s keinen im Angebot. Dafür aber den netten Hinweis, dass wir uns um die Ecke gerne etwas holen und hier im Café essen können. Schön, so machen wir das. Alles perfekt.

Fazit: Klasse, dass direkt am Platz Erfurts touristischer Hauptattraktion ein so angenehmes unangestrengtes aber hippes Café zu finden ist. PS: und das wissen wir längst: auch in Erfurts beliebtester Musikerszene eine sehr oft besuchte Adresse.

Ein Bistro der Superlative – das KEKOA

Wer in Thüringen grad vom kleinen Hunger gequält wird, weiß sich zu helfen, erfahrungsgemäß mit einer Thüringer Rostbratwurst. Aber wir wollen ja etwas Neues ausprobieren, und während wir noch überlegen, was das sein könnte, stolpern wir  auf der Marktstraße über folgendes Schild: „Die besten Pommes der Welt“. Das wollen wir genauer wissen und kehren ein ins KEKOA. Das KEKOA ist ein kleiner Imbissladen, den es noch gar nicht so lange gibt!

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Wir bestellen uns eine große Portion Pommes zum Teilen…und was noch? Es gibt zwei Suppenkübel, aus denen es verführerisch dampft, mmmhhhh, aber Spezialität des Hauses ist – neben der besten Pommes der Welt, versteht sich – die Brottasche.

Die Tasche stopft man beispielsweise mit Hühnchen und dann an der „Salat- und Soßenbar“ (eigene Bezeichnung) nach Lust und Laune kommen Tomaten, Paprika, Salat, Kräuter, Kerne, Samen und Soßen dazu. Also bestellen wir uns genau so eine Brottasche, die wir je nach Geschmack – ein Ende Katie, das andere Kat – füllen. Dann fragen wir den sympathischen Herrn an der Theke: „Kannst du uns die bitte in der Mitte durchschneiden“

Wir schnappen uns jeder noch eine Limo und setzen uns auf die Bank vor dem Eingang. Die Idee mit dem Taschenteilen stellt sich als nicht so gut heraus – auch der KEKOA-Mann meint, dass er das das erste und letzte Mal macht… Nun ja, wir haben beide einen kleinen Haufen Brot, Huhn und Grün auf dem Tablett. Egal: uns schmeckt’s trotzdem! Die Pommes, obwohl wir sie eher als Kartoffelecken bezeichnen würden, können wir ebenso guten Gewissens weiterempfehlen. Satt und zufrieden machen wir uns nach einer guten Stunde schmausen und schwatzen wieder auf den Weg….

Der Hauptgang im Restaurant „Kromers“

„Bisher bin ich an dem Restaurant ganz nahe dem Hochzeitshaus von Erfurt, immer vorbeigegangen, hab auch immer mal durch die niedrigen Fenster gelugt, aber wirklich reingezogen hat es mich nicht.“, sagt Kat, als wir die Empfehlung für dieses Restaurant bekommen.

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Aber interessieren tut es uns dann gerade, wie es wohl drinnen tatsächlich ist und wie es sich isst im „Kromers“. Auf der Menükarte schaut uns ein älterer Herr von einer alten Fotografie an und gleich auf der ersten Seite erfahren wir die Geschichte dazu.

Von einem engagierten tüchtigen Mann aus der heutigen Biereyestrasse, der viel Wert auf sehr gutes Essen legte und dessen Traum von einer eigenen Gastwirtschaft leider nicht in Erfüllung ging. Dies schaffte zwei Generationen später der heutige Gastwirt, und dem Uropa zu Ehren vergab er den Namen „Kromers“.

Es ist ein gemütlich eingerichteter Gastraum, alles passt gut zusammen. Beim Studieren der Menükarte sind wir überrascht über die tollen fast ausgefallenen Gerichte, die zur Auswahl stehen. Und auch ein Getränk ist dabei, was man  sonst nirgendwo auf einer Karte findet: Basilikum – Gurken – Limonade. Gleich bestellt. Äußerst lecker!!!

Wir bestellen außerdem: jeder einen Salat und einen Hauptgang. Denn, wo wir hier auch das Slow Food Siegel vorfinden, müssen wir natürlich mehr als nur eine Suppe probieren. Während wir auf unseren Mittagsschmaus warten, lesen wir den Rest der Karte nochmal rauf und runter…Brotsalat, Holunderblütenvinaigrette, gegrillter Ziegenkäse, Ragout von Mispeln und Erdbeeren, Steak vom Thüringer Duroc, um nur einige Bezeichnungen aus dem Menü zu nennen. Und das mit Zutaten, die zum größten Teil von heimischen Produzenten und Lieferanten stammen.

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Unser Essen wird serviert: Spargel – Erdbeersalat und ein klassisches Gericht: Klöße mit Roulade. Daneben der Wildkräutersalat mit Holunderblütendressing und gebratenes Zanderfilet mit buntem Gemüse sowie gebuttertem Zartweizen.

Was sollen wir sagen?! Beides einfach ein Genuss, vor allem die Salate sind nicht nur Gaumen -, sondern auch Augenschmaus. Süß wie das kleine Hornveilchen aus dem Salat schaut. Empfehlen können wir beide Hauptgerichte, Kloß und Roulade jeweils in der richtigen „Verfassung“, (also das eine zart genug das andere so wie es Kat von zuhause kennt und mag). Die frische Gemüsekombination und die nicht so übliche Beilage Zartweizen passte hervorragend zum Fisch, der im übrigen auch total lecker war.

Fazit: Beide Daumen hoch und das zweimal!!!! Als wir gehen, ist auch der hübsche Innenhof gut gefüllt. Macht sich wohl ganz prima als Location für Hochzeiten und andere einschneidende Lebensfeiern 🙂

Und zum Schluss ein Absacker im Übersee

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Der krönende Abschluss für unsere kulinarischen Ausflug rund um den Erfurter Dom soll ein Cocktail sein. Leider haben wir uns einen Montag „ausgesucht“, und viele Bars haben nicht geöffnet. Also ab ins Übersee, (das hat IMMER offen) denn dort gibt es eine große Auswahl an leckeren Getränken, das wissen wir. Doch bisher haben wir kaum Gelegenheit gehabt, hier einen Cocktail zu probieren.

Wir sitzen eine gefühlte Ewigkeit vor der Karte und können uns nicht entscheiden. Wussten gar nicht, dass es soooooo viele Cocktails hier gibt! Alles klingt sehr gut, mit kleinen und feinen Unterschieden. Kat mag eher was Cremig-Süßes, Katie steht auf Süß-Sauer-Herbes…hmmmm. Letztendlich fällt die Wahl auf: Sunset in Bora Bora und Touchdown… Warum? Darum! Wir müssen ja auch mal was anderes außer Caipirinha und Margarita probieren – unsere gewöhnliche Wahl bei Drinks, wenn wir im Sommer mal vieeeeel Zeit zum Ausgehen haben. (Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man, wenn man den Abendtarif im Nordbad kurz nutzt, so anderthalb Stündchen und dann schön erfrischt in eine der Bars in der Michaelisstrasse geht,  um sich genüsslich einen Cocktail zu genehmigen…upps wir sind abgeschwiffen.) Wir philosophieren heute mal alkoholisch, das kann man ja mal machen wenn man direkt an der Bar sitzt.

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Also das Übersee ist auf jeden Fall immer eine gute Wahl, neben der guten Getränkekarte gibt’s hier für jeden Geschmack was zum Essen oder Naschen. Will man natürlich nur Cocktails trinken, empfehlen wir das Modern Masters in der Michaelisstraße. Da kann man hundert Mal hingehen und hat immer noch nicht alle Drinks ausprobiert.

Nur Montag sollte man sich zum abendlichen Ausgehen nicht unbedingt aussuchen. Aber wer macht das schon außer uns?

Es hat uns gefreut, nach zwei Jahren wieder auf Sommer-Team-Tour geschickt worden zu sein, und ganz besonders in unserer Heimatstadt Erfurt. Wir haben wieder viele neue Ecken und Seiten Erfurts kennengelernt, schöne Einrichtungen gesehen und Deko-Inspiration bekommen, so viel geschwatzt wie schon lange nicht mehr und natürlich sehr gut gespeist! Rund um den Dom ist für jeden Geschmack und Geldbeutel was dabei.

Und… Weils so schön war, drehen wir noch eine Runde!!! Wenn wir Urlaub haben.

Lasst es euch schmecken,

Eure KatieKat!